Stefanie Spinty - Malerin - Kunstatelier Buschtrommel-Nordheide

Shanghai Schach

Die Künstlerin lebte von 2003 bis 2008 mit ihrer Familie in Shanghai, der Stadt über dem Meer, in China. Das war der zweite Asienaufenthalt in der gerade beginnenden Digitalisierungsphase. China, die Kultur und seine Menschen sowie die Landschaft sind komplett anders als Japan, wo die Malerin als junge Frau von 1991-1996 gelebt hat. Das Leben in der Millionenstadt mit den vielfältigen Erlebnissen in allen Lebenslagen, Speisen, Sprache, Shoppen, Sport, Kultur, Museen, Reisen, Malen... hat die Künstlerin in vielen Serien verarbeitet. Im Archiv warten noch zehntausende von Fotos und Ideen. In der Metropole Shanghai erlebte sie die Digitalisierung rasant mit, was ihre Faszination für digitale Arbeitstechniken erklärt.

 

Schach in Shanghai - Zwei Welten Schach in Shanghai - auf Edelstahl Schach in Shanghai - grenzenlos - die Stadt die niemals schläft Schach in Shanghai - sunrise - skyline von Pudong Schach in Shanghai - sunset - skyline von Puxi - der Bund Schach in Shanghai - Zwei Welten Würfel Schach in Shanghai - Zwei Welten Würfel 2 Schach in Shanghai - Metamorphose 1 Schach in Shanghai - Metamorphose 2 Schach in Shanghai - Metamorphose 3 Schach in Shanghai - Alltag

 

 

In den Shanghai Schach Bilder verarbeitet die Künstlerin ihre Eindrücke der Kultur, der Wesensart der Chinesen. Sie vergleicht es mit dem Schachspiel und findet kulturell aber auch in baulichen Aspekten viele Beispiele dafür. Als Frau Spinty im Januar 2003 in Shanghai einreiste, gab es noch eine erkennbare Skyline mit einigen wenigen markanten Hochhäusern, zB. dem Tomorrow Square, dem ShanghaiTheater und SH-Museum am Peoplesquare und dem Pearltower sowie ...Tower auf Pudongseite. Nach nur 5 Jahren konnte man die einzelnen Türme kaum noch auseinanderhalten. Inzwischen ist es ein Sammelsurium von Skyscrapern auf Moorboden, was zu großen Problemen führt. Am Anfang kamen ihr die einzelnen Türme im Stadtplan von Shanghai wie Schachfiguren auf dem Schachbrett vor. Die Menschenrechte in China erinnern an Schach. Der Mann zählt alles. Während der Einkindpolitik wurden viele Mädchen abgetrieben, was nun dazu führt, dass die vielen Singles ihre Frauen aus dem asiatischen Ausland beschaffen, was dort nicht auf Freude stößt. Aber wie beim Schach ist er zwar Spielentscheidend, aber die Macht hat die Königin. Hinter den Kulissen herrschen die Frauen. Der Bauer wurde und wird immer gerne und in großen Massen geopfert. Aber wie im Schach, darf man ihn nicht unterschätzen, manchmal ist er spielentscheidend.
Auf drei zusammengehörenden Bildern wird die Metamorphose dargestellt die man in der Zeit durchläuft. Am Anfang kommen die Chinesen einem in großer Anzahl entgegen, wie Raupen, wegen der Masse zunächst erschreckend, alle gleich und manchmal abstoßend mit der anderen Lebenskultur, zB. rumrotzen, Essensmanieren, Rücksichtslosigkeit im Autoverkehr, in der Menge,... Dann verbringt man einige Zeit mit den Menschen, lernt einzelne Personen kennen und es ist wie die Metamorphose, die Raupe verpuppt sich. In dem Stadium ist alles möglich und alles passiert zur gleichen Zeit. Vorne beginnen die Spiele, hinten wird noch gebaut. Und im dritten Bild schlüpft ein wunderschöner Falter. Der einzelne Mensch entfaltet seine spezielle Schönheit, seine Talente, seinen Humor.
Ein Bild erzählt von der Stadt die niemals schläft, der Stundenzeiger ist abgefallen.
Frau Spinty hält auch Vorträge über die Erlebnisse in Shanghai.